Warum Schimmel auch im Sommer ein Thema ist

Viele verbinden Schimmelprobleme vor allem mit den Wintermonaten – doch auch im Sommer kann es zu Schimmelbildung kommen. Besonders in Wohnungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Luftzirkulation entstehen schnell kritische Bedingungen: Warme Luft speichert viel Feuchtigkeit, die sich bei Temperaturunterschieden an kühlen Oberflächen niederschlägt. Bleibt diese Feuchte zu lange bestehen, entsteht ein idealer Nährboden für Schimmel.

Gerade in den Sommermonaten kann das durch falsches Lüftungsverhalten, das Trocknen von Wäsche in der Wohnung oder nach starken Regenfällen schnell zum Problem werden. Die Folge: gesundheitliche Risiken, Schäden an der Bausubstanz – und im Ernstfall auch Konflikte zwischen Mietern und Vermietern.

Typische Ursachen für Schimmelbildung in der warmen Jahreszeit

Auch wenn Schimmel im Sommer seltener auffällt, sind die Ursachen oft vergleichbar mit denen im Winter – allerdings in einem anderen Zusammenhang. Die wichtigste Rolle spielt die hohe Luftfeuchtigkeit, die an kühlen Flächen kondensiert und so Nässe in Wänden oder Ecken hinterlässt.

Zu den häufigsten Auslösern zählen:

  • Falsches Lüften: Gekippte Fenster sorgen kaum für Luftaustausch. Wer tagsüber dauerhaft lüftet, bringt warme, feuchte Luft in die Wohnung – die nachts an kühlen Wänden kondensiert.
  • Wäsche trocknen in geschlossenen Räumen: Gerade ohne ausreichende Lüftung steigt die Luftfeuchtigkeit stark an.
  • Wärmebrücken und schlecht gedämmte Bauteile: An diesen Stellen kühlt die Oberfläche schneller ab, was Kondenswasser begünstigt.
  • Feuchtigkeit nach Regen oder Gewitter: Dringt Wasser von außen in Fenster, Wände oder Keller, wird es bei sommerlicher Hitze oft zu spät bemerkt.

Diese Kombination aus baulichen Schwächen und ungünstigem Nutzerverhalten macht Schimmelbildung im Sommer besonders tückisch – denn sie wird oft erst spät erkannt.

Was Bewohner zur Vorbeugung beitragen können

Die wichtigsten Maßnahmen zur Schimmelvermeidung beginnen im Alltag – und liegen in vielen Fällen in der Hand der Bewohner. Schon kleine Anpassungen im Lüftungs- und Nutzungsverhalten können helfen, Feuchtigkeit zu reduzieren und Schimmel vorzubeugen.

Bewährte Tipps für den Sommer:

  • Stoßlüften statt Kipplüften: Mehrmals täglich für 5–10 Minuten alle Fenster weit öffnen – besonders früh morgens und spät abends, wenn die Außenluft kühler und trockener ist.
  • Luftfeuchtigkeit beobachten: Ein einfaches Hygrometer hilft, den Überblick zu behalten. Ideal sind Werte zwischen 40 % und 60 %.
  • Wäsche nur mit Frischluftzufuhr trocknen: Wenn kein Balkon oder Trockenraum zur Verfügung steht, sollte beim Trocknen in der Wohnung konsequent gelüftet werden.
  • Abstand von Möbeln zur Wand einhalten: Besonders an Außenwänden sollte ein Abstand von mindestens 5–10 cm eingehalten werden, um Luftzirkulation zu ermöglichen.
  • Feuchte direkt abführen: Nach dem Duschen, Kochen oder Wischen Fenster weit öffnen – nicht nur die Tür.

Durch bewussten Umgang mit Feuchtigkeit lassen sich viele Probleme bereits im Vorfeld vermeiden – und die Wohnqualität bleibt auch im Sommer angenehm.

Wann die Hausverwaltung aktiv werden sollte

Tritt Schimmel in einer Wohnung auf, kann das verschiedene Ursachen haben – manchmal spielt das Raumklima eine Rolle, in anderen Fällen sind bauliche Schwächen oder technische Defekte beteiligt. Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn Schimmel immer wieder auftritt, obwohl regelmäßig gelüftet wird, oder wenn er an ungewöhnlichen Stellen entsteht – etwa in der Mitte von Wänden oder an Deckenflächen, die normalerweise gut belüftet sind.

In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Hausverwaltung zu informieren. Sie prüft zunächst, ob ein technischer Defekt oder eine bauliche Schwachstelle vorliegt, und informiert bei Bedarf den Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft.

Typische Fälle, bei denen eine Meldung sinnvoll ist:

  • Wiederkehrender Schimmel trotz korrektem Lüftungsverhalten
  • Feuchte Stellen nach Regenfällen, z. B. an Fenstern oder in Kellerbereichen
  • Verdacht auf undichte Bauteile (Fenster, Dach, Leitungen)

Wichtig ist eine gute Dokumentation durch die Mietenden, z. B. mit Fotos, Notizen zum Lüftungsverhalten und – falls vorhanden – Hygrometerwerten. Diese Informationen helfen, die Ursache schneller einzugrenzen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Hausverwaltung zu informieren. Sie prüft zunächst, ob ein technischer Defekt oder eine bauliche Schwachstelle vorliegt, und informiert bei Bedarf den Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft.

Typische Fälle, bei denen eine Meldung sinnvoll ist:

  • Wiederkehrender Schimmel trotz korrektem Lüftungsverhalten
  • Feuchte Stellen nach Regenfällen, z. B. an Fenstern oder in Kellerbereichen
  • Verdacht auf undichte Bauteile (Fenster, Dach, Leitungen)

Fazit: Früh reagieren, Schimmel vermeiden

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet: Schimmel kann gerade in den Sommermonaten schnell zum Thema werden – vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und fehlender Luftzirkulation. Die gute Nachricht: Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich verringern.

Ein bewusster Umgang mit Feuchtigkeit, regelmäßiges Stoßlüften und ein Blick auf mögliche bauliche Schwachstellen helfen, Schimmelbildung frühzeitig zu verhindern. Wichtig ist dabei ein offenes Auge – und bei Auffälligkeiten eine frühzeitige Rückmeldung an die Hausverwaltung.

So lassen sich größere Schäden, gesundheitliche Risiken und unnötiger Ärger von vornherein vermeiden – ganz im Sinne eines angenehmen Wohnklimas für alle Beteiligten.